Lilian Steiner ist eine angesehene Psychoanalytikerin. Sie lebt und arbeitet in Paris. Eines Tages erfährt sie, dass Paula, eine ihrer Patientinnen, Selbstmord begangen hat. Aber die Todesumstände sind nicht ganz klar. Für Lilian ist es unvorstellbar, dass sie eine solche Gefährdung bei ihrer Patientin übersehen hätte. Insofern ist es nur zu verständlich, dass Lilian bald an einen Mord glaubt, den sie aufklären will. Dabei hilft ihr Ex-Mann Gabriel, der sich Mühe gibt, sie auf andere Gedanken zu bringen.
Er bricht auch mal einen Streit mit einem Kellner im Restaurant vom Zaun, nur damit Lilian einmal lächelt. Was wohl wichtiger ist: Lilian begegnet sich selbst. Denn dies ist nicht nur ein „Murder Mystery“ (wie der deutsche Titel nahe legt), sondern auch eine Reise in das „Privatleben“ (Originaltitel: Vie privée): Dieses Leben, das man mit sich selbst führt. Wie Lilian mit dem umgeht, was sie dort entdeckt, ist das Herz des Films.
Die zuerst ganz kühle, selbstsichere Lilian wird in Rebecca Zlotowksis Film von Jodie Foster gespielt, die perfekt französisch spricht, weil sie in Los Angeles auf eine zweisprachige Schule gegangen ist. Ihr gegenüber spielt Daniel Auteuil den Ex-Mann und die Chemie der beiden ist energiegeladen und witzig. Mathieu Almaric ist ein wenig der Gegenspieler: er stellt Paulas Ehemann dar, einen eher unangenehmen Zeitgenossen…
Regie Rebecca Zlotowksi
Drehbuch mit Anne Berest, Gaëlle Macé
Kamera Georges Lechaptois
Musik Robin Coudert
Besetzung Jodie Foster, Daniel Auteuil, Virginie Efira, Mathieu Almaric, Vincent Lacoste, Frederick Wiseman
FR 2025, 107 Min., frz.OmU|dtF, ab 12