Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen in Teheran im Gefängnis sitzt und regelmäßig misshandelt wird, wird vor die Entscheidung gestellt: sie leistet ein – im Fernsehen übertragenes – „Geständnis“ oder wird weiterhin im Gefängnis einsitzen…!?
Während die Vergangenheit und Gegenwart vermischt, Szenen vor ihrer Festnahme wie Gegenwart erlebt und ihre Realität im Gefängnis kaum noch wahrnimmt, bewegt sich Roya zwischen inneren Traumwelten und knapp gelebter Realität. Der Film zeigt deutlich, wie Isolationshaft Wahrnehmung und Identität verändert und die Chance auf Widerstand brüchig werden lässt … was einen kleinen positiven Lichtblick am Ende aber nicht verhindert.
Regisseurin Mahnaz Mohammadi hat selbst in diesem Gefängnis gesessen. Sie beginnt ihren Film mit einer Passage strikter First-Person-View durch die Augen von Roya und es heißt, dass sie die Misshandlungen nur bruchstückhaft zeigt, die sie dort erlebt hat. Das Gewicht liegt auf dem zweiten Teil des Films, der die psychichen Verschiebungen der durch Folter und Misshandlung gestressten Gefangenen zeigt.
Hamburger Premiere
Dazu ist am Montag, dem 4. Mai um 19.30 Uhr Regisseurin Mahnaz Mohammadi zu Gast.
Drehbuch, Regie Mahnaz Mohammadi
Kamera Ashkan Ashkani
Musik Andrius Arutiunian
Besetzung Melisa Sözen, Maryam Palizban, Hamidreza Djavdan, Mohammad Ali Hoseinalipour, Bacho Meburishvili
DE/LX/CZ/Iran 2026, 92 Min., farsi.OmU