Die heute achtzehnjährige Marina ist nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen. Eines Tages reist sie an die spanische Atlantikküste, zur Familie ihrers Vaters, weil sie von ihm Dokumente für einen Stipendienantrag benötigt. Das ist ein Teil der Familie, den sie nie kennengelernt hat. Und tatsächlich erwartet Marina eine verwirrende, schwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Geschichten, die auf seltsame Weise von dem abweichen, was sie von ihrer Mutter erfahren hatte.
Obendrein rührt ihre Ankunft lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit. Für Marina beginnt – begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, das sie gleichzeitig zu lesen begonnen hat – eine aufwühlende Reise in das Leben ihrer Eltern, ein Leben voller schöner Träume und Albträume.
Pressestimmen
"Ein sehr persönlicher Film, der zugleich universelle Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und dem Umgang mit familiären Geheimnissen verhandelt.", schreibt Film-Rezensionen.de.
"Das kontrastreiche Filmmaterial, das (die Regisseurin) einsetzt, macht die Vergangenheit plastisch, zum verführerischen Period Picture aus der Post-Franco-Ära der frühen 80er-Jahre.", findet artechock.
In der taz findet sich ein Interview mit der Regisseurin Carla Simón (’Alcarraz’).
Drehbuch, Regie Carla Simón
Kamera Hélène Louvart
Musik Ernest Pipó
Besetzung Llúcia Garcia, Mitch, Tristán Ulloa, Janet Novás, Celine Tyll
ES/DE 2025, 112 Min., span./katalan./franz.OmU|dtF, ab 16