Es sind die Vogesen, die es Michel Munier angetan haben. Der über Sechzigjährige pirscht sein vielen Jahren allein durch die urtümlichen Wälder, hat – sagt er – 800 Nächte unter seinem Lieblingsbaum verbracht: einer riesigen Tanne, in dessen Schatten er sich gut und gerne versteckt, um Tiere rundherum zu beobachten. Sein absolutes Lieblingstier ist der Auerhahn, der in den Vogesen quasi ausgestorben ist.
Irgendwann begann Michel, seinen Sohn Vincent in die Wälder mitzunehmen und hat auch aus ihm einen leidenschaftlichen Tier-Beobachter gemacht, der dieses Handwerk inzwischen professionell ausführt und zuletzt mit seinem Film ,Der Schneeleopard‘ bei uns im Kino war.
In seinem neuen Film ,Das Flüstern der Wälder‘ nimmt Vincent wiederum seinen Sohn Simon mit auf die Pirsch. Viele der „Entdeckungen“ nehmen wir durch seine Augen war. Was natürlich nicht so ganz stimmt, denn die schier unglaublichen Bilder finden natürlich Regisseur Vincent Munier und seine beiden Kamera-Leute: Für das Plakat haben sie eine geradezu magische Sequenz ausgewählt, in der eine Hirsch-Familie nachts durch einen See schwimmt. Aber das ist noch sehr viel mehr und schließlich macht sich das Trio auf nach Norwegen, wo es de Auerhahn noch in freier Wildbahn gibt.
Pressestimmen
"Eine ungewöhnliche Doku. Hier wird nicht viel über Flora und Fauna erzählt, Ziel ist stattdessen, das Publikum zur Naturbeobachtung und -begeisterung einzuladen. (...) Schnell wird man in die meditative Stimmung des Films hineingesogen.", so der Falter.
"Mit ’Das Flüstern der Wälder’ hat Vincent Munier wohl seinen bislang intimsten Dokumentarfilm geschaffen. (...) Dort entdeckt er eine Natur, die uns fremd geworden ist, und erzählt sie mit der Spannung eines modernen Märchens.", schreibt der Stern.
Drehbuch, Regie Vincent Munier (Dokumentarfilm)
Kamera Antoine Lavorel, Laurent Joffrion, Vincent Munier
Musik Warren Ellis, Dom La Nena, Rosemary Standley
Mit Vincent Munier, Michel Munier, Simon Munier
FR 2025, 93 Min., frz.OmU|dtF, ab 0