Derya und Aziz sind ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara: Sie führen ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates. In kürzester Zeit verlieren sie ihre Arbeit und bald darauf ihre Wohnung.
Die beiden gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem anderen Ausweg…
Der deutsch-türkische Regisseur Ilker Çatak, dessen Film ,Das Lehrerzimmer‘ für einen Oscar nominiert war, hat diesen Film nicht in Ankara und Istanbul gedreht, sondern in Berlin und Hamburg. Im letzten Bild sehen Sie also keine Hafenanlagen in Istanbul…
Und noch das: „Gelbe Briefe“ sind in der Türkei die Briefe mit Kündigungen.
Der Film bekam bei der diesjährigen Berlinale den Hauptpreis, den Goldenen Bären.
Pressestimmen
"Es geht um eine türkische Geschichte, gleichzeitig ist es auch eine universelle. İlker Çatak ist ein hochtalentierter Regisseur. Ein sehr reifes und intelligentes Werk.", sagt Deutschlandfunk Kultur.
"Nicht dramatisch überspitzt, sondern fast protokollarisch nüchtern führt İlker Çatak vor, was passiert, wenn ein illiberaler Geist Macht über Meinung und Menschen bekommt.", findet der NDR.
"Konturenscharf werden Aspekte im gegenwärtigen Alltag in der sogenannten westlichen Welt gespiegelt." Und weiter: "Die geradlinige Erzählung fesselt mit exzellentem Schauspiel.", schreibt der Tagesspiegel.
Regie Ilker Çatak
Drehbuch mit Ayda Çatak, Enis Köstepen
Kamera Judith Kaufmann
Musik Marvin Miller
Besetzung Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, Ipek Bilgin, Aydin Isik, Siir Eloglu
DE/FR/TR 2026, 128 Min., dt./türk.OmU, ab 12